Was ist Mediation?
Mediation ist ein bewährtes Verfahren, um Konflikte eigenverantwortlich und fair zu lösen – ohne Richter, ohne Gewinner und Verlierer. Hier die wichtigsten Grundlagen.
Aktualisiert: Juni 2026 · von Ilir Selmanaj, Mediator
Definition
Mediation ist ein strukturiertes, freiwilliges Verfahren zur aussergerichtlichen Konfliktlösung. Eine neutrale, allparteiliche Person – die Mediatorin oder der Mediator – begleitet die Beteiligten durch das Gespräch. Wichtig: Der Mediator entscheidet nicht und gibt keine Lösung vor. Die Beteiligten erarbeiten die Lösung selbst – der Mediator sorgt nur für einen fairen Rahmen und eine konstruktive Gesprächsführung.
Die vier Grundprinzipien
- Freiwilligkeit – alle nehmen freiwillig teil und können jederzeit aussteigen.
- Vertraulichkeit – alles, was besprochen wird, bleibt im geschützten Raum.
- Allparteilichkeit – der Mediator steht auf keiner Seite, sondern für die Lösung.
- Eigenverantwortung – die Lösung kommt von den Beteiligten, nicht von aussen.
Für welche Konflikte eignet sich Mediation?
Mediation hilft überall dort, wo Menschen weiter miteinander zu tun haben oder eine faire Einigung suchen:
- Familie: Trennung, Scheidung, Themen rund um Kinder – siehe Familienmediation.
- Beruf: Team-, Führungs- und Geschäftskonflikte – siehe Wirtschaftsmediation.
- Miete & Nachbarschaft: Streit um Miete oder mit Nachbarn – siehe Mietkonflikt schlichten.
- Erbschaft & Vereine: Erbstreitigkeiten und Konflikte in Organisationen.
Was bringt Mediation?
Weil die Beteiligten ihre Lösung selbst entwickeln, wird sie auch mitgetragen und hält länger als ein aufgezwungenes Urteil. Mediation ist meist schneller, günstiger und diskreter als ein Gerichtsverfahren – und sie erhält Beziehungen. Mehr dazu im Vergleich Mediation oder Gericht? sowie im Ablauf einer Mediation.
Wäre Mediation das Richtige für Sie?
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